MUSICOSMICA TAGEBUCH SEITE 6
TITEL BUCHSTABEN KONSTRUKTION, PIANINOPLANET, STERNE & SYMBOLE.
4m FRIES & VORVERTONUNG. STOP MOTION TESTS
20. MÄRZ 2011
Kollektion von Buchstaben für Animation und Screendesign für das Mozart-Spiel NAMADEUS)im Haus der Musik Wien. Hier aufgelegt am Arbeitstisch.

Ein Teil dieser Buchstaben-Konstruktionen kommt später für die Titel-Gestaltung von MUSICOSMICA zum Einsatz, mit vollkommen anderem Licht und animiert.

29. MÄRZ 2011
Widme einen Tag einem Versuch, aus der Storyboard zu MUSICSOMICA ein Animatic für die Vorvertonung zu entwickeln. Das geht zwar gut und flott dank der Tatsache, daß die Bilder samt Vektoren direkt als Objekte in Flash importiert werden können und so auch leicht animiert werden können, doch kostet es zu viel Zeit und könnte irreführend sein, da es auch schon ein Animationsfilm ist [Später entsteht ein Animatic nur als Slideshow mit Timecode-Einblendung].
2. APRIL 2011
Statt nun das Animatic zu machen schreibe ich als Ergänzung ein detailliertes Drehbuch mit Timing zu allen Bildern der Storyboard. Dieses reicht nach seiner Aussage Stephen Ferguson auch als Grundlage für eine Vorvertonung. Damit ist diese neue Phase eingeleitet und ich kann mich der Ausarbeitung anderer fortgeschrittener Projekte widmen.
10. APRIL 2011
Die Buchstaben für die Animation müssen jetzt vorbereitet werden, ausgearbeitet und grundiert.
13. APRIL 2011
Besorge noch die kleine Variante der modernen Buchstaben, um sie für einen 3D-Aufbau einzusetzen. Beginne, alle Buchstaben auch zu grundieren.
Baue weiter die architektonischen 3D-Buchstaben, die Gläschen helfen als Stütze beim Verkleben:
12.-15. JUNI 2011
Alle Buchstaben grundieren...
19.,20. JUNI 2011
Zwischendurch: MUSICOSMICA - 4m x 1m langes Fries mit allen Objekten gestaltet für eine Stoffplane (diese auch bestellt). Als Kulisse bei Videoaufnahmen und Ausstellungsstück.
6. JULI 2011
Das 4m lange Fries dient gleich als eine Art Partitur für Improvisationen von Meaghan Burke für die Vorvertonung von MUSICOSMICA. Hier im Tonstudio von Stephen Ferguson.
26. NOVEMBER 2011
In den letzten Tagen Beginn der Umsetzung des MUSICOSMICA Projektes als Film:
  • Beginn der Vorvertonung von Stephen Ferguson
  • Einkauf von Objekten und Licht für restliche Objekte
  • Kurze gezeichnete Animationssequenzen, basierend auf Fotos der Kugeln
Links: Fotos der Kugeln ausgedruckt, die Oberflächen sollen nicht nur durch Rotation der Objekte bewegt werden...
(später verworfen)
25. DEZEMBER 2011
Kurz vor Weihnachten bekam ich die erste Anlage der Vorvertonung für Musicosmica. Nun beginnt die konkrete Umsetzung: Analyse der Musik auf Längen und Dramaturgie im Detail, Entwicklung eines darauf basierenden Drehplans und Umsetzung.
1. Beginn bis TC 01:00:40:09
Unten links: An vielen Stellen werden die Noten essentiell sein. Dafür bekam ich die Original-Handschrift.
Unten rechts: An anderen Stellen geht es - zusätzlich – mehr um exakte Zeiten... Analyse der Waveforms, zusammen mit exakten Beschreibungen und Do-Lists, kombiniert mit der Storyboard. (Bei der konkreten Umsetzung ist dann mehr die Intuition zu Zug gekommen! Dennoch war die Vorvertonung ein wichtiger Anhaltspunkt für das Timing bestimmter Sequenzen).
Unten: Das Buchstaben-Objekt (s.o.) dient jetzt einmal zwischendurch als Bergwerk für 3D-Titel und Zwischentitel, um nachher besser wieder zusammengebaut zu werden... Hier im provisorisch Holz-Buch untergebracht.
Darunter: Die Produktion ist in erster Linie eine große Umwälzung von Material. Leere zwei Vitrinen beim Tricktisch, um alle Objekte bei der Hand zu haben. Anderes Material ist über einem Arbeitstisch aufgehängt...
4. JÄNNER 2012
Neben technischen Vorbereitungen für die Produktion von MUSICOSMICA beginnt nun die Entwicklung eines innovativen Drehplans, der während der Arbeit verändert und auch strukturell weiterentwickelt werden kann (s.u.).
28. JÄNNER 2012
Die umfangreichen, auch technischen Vorbereitungen sind so weit gediehen, daß die Produktion von MUSICOSMICA als Film beginnen kann. Das zentrale Element dabei ist der nun ausgearbeitete Drehplan als Do-List-Flowchart im DIN A1 Format, hier stark verkleinert wiedergegeben. Im Abschnitt links sind die Vorbereitungen versammelt, alles was getan ist, mit einem roten Stern versehen. Der größte Bereich wird von der Waveform der Musik dominiert, die das Zeitgerüst darstellt. Verzichtet wurde auf Bilder aus der Storyboard, hier geht es um die Abarbeitung von Arbeitsschritten, die tw. nicht linear erfolgen können und sich während der Arbeit voraussichtlich noch verändern und weiterentwickeln werden. Dies wird durch die große leere Fläche deutlich. Theoretisch kann bei Platzmangel der Flowchart nochmals z.B. auf DIN A0 erweitert werden.

...es wird auch etlicher Ergänzungen bei den Objekten bedürfen. Heute plastische Sterne aus Kunststoff, die bei Be- und Hinterleuchtung zu Geltung kommen sollen.
Punkt 1 in der Flowchart-Dolist: ANFANGSTITEL
Benötigt werden: Die 3D-Buchstaben (s.o.), gezeichnete Schriftzüge (entscheide mich diesmal wieder gegen jede vorgegebene Typographie) sowie diese Sterne.
11.-14. FEBRUAR 2012
Mehrere Testläufe für Fotografie und Animation, verwerfe einiges, besonders gezeichnete Sequenzen, wo sie nicht unmittelbar der Story dienlich sind, anderes stellt sich als gut heraus. Ergebnis der Testreihen sind abgeschlossene Objektfotografie (Buchstaben, Sterne) für den Anfangstitel.
Unten: Tests mit der Stop Motion Software Dragonframe, Fotos von den durchscheinenden Sternen mit Durch- und Auflicht. Darunter: Tests der Animation mit den so entstandenen Bildern für den Filmtitel und vorerst Elementen aus der Storyboard (Figur).
Beginne mit der Ausarbeitung des Kugelhauses für die Animation. Es werden aber noch weitere Material-Anschaffungen nötig sein.
17.,18. FEBRUAR 2012
Als erstes entstand aus den Ausschnitten des Kugelhauses ein „Sonnen”-Fenster und eine Türe, jetzt wird eine Etage aus Plexiglas ausgeschnitten. Zwischen die obere und untere Hälfte kommt ein flexibles LED-Band, um den Innenraum zu beleuchten. Hier Vorbereitungen dafür - das LED-Band wird auf ein Klettband geklebt, damit es später wieder abzulösen und anderweitig einzusetzen ist.
19. FEBRUAR 2012
Die Polystyrol-Platte ließ sich gut mit der Laubsäge aussägen. Dadurch können verschiedene Lichtstimmungen in das Kugelhaus gebracht werden.
Unten: Die durchsichtige Platte läßt eine Fläche für die Animation entstehen, gleichzeitig leitet sie das Licht aus dem Inneren nach außen.
Darunter: Unter die neue Platte eine kleinere schwarze Platte gelegt, ergibt Spiegelungen und läßt das Licht von darunter nur am Rand leuchten, rechts dann versuchsweise der LED-Streifen, der das Innere voll ausleuchtet.
20.,21. FEBRUAR 2012
Als nächstes ist es notwendig, direkt für die Animation einen neuen Pianino-Planeten zu konstruieren. Als erstes kommt die Basis-Variante an die Reihe, insgesamt werden 6 entstehen, je eine Variante für die 5 Reisen. Die Kugeln sind wesentlich größer, als das Original und leicht durchscheinend, sodaß der Himmelskörper von innen leuchten kann. Das Pianino selbst wird nur einmal entstehen und kann mit den verschiedenen Kugeln kombiniert werden.
Die Sternenkarte vom Inneren des Kugelhauses wird sich bei der Verwandlung auf den Pianinoplaneten übertragen.

Links: Hier sieht man gut, daß die plastischen Linien bei Durchlicht die dunklen Begrenzungen ergeben.
Oben: die hier noch nicht abgeschlossene Arbeit an diesem Objekt.

22. FEBRUAR 2012
Arbeite den ganzen Tag an den Varianten des Objektes, mit allen Symbolen, verwerfe aber letztlich alles, die Symbole müssen in sich geschlossene, 3-dimensionale handliche Objekte sein. Die Arbeit war aber nicht vergeblich, da sie einen Weg der Gestaltung gezeigt hat.

23.-25. FEBRUAR 2012
Mit Unterbrechungen entstehen die 5 Symbole für die Story: Sternenstaub, Figur, Herz, Ohr und Mund. Aus gehärtetem Kunststoff mit durchscheinender Platte haben sie voraussichtlich die richtige Größe zur Kugel passend, sodaß die Fotografie ohne Montagen auskommen wird können (Bild 2, Herz am roten Kreis).
Links: Gleichzeitig wird der Tricktisch vorbereitet, mit Lichtfläche im Hintergrund; für bestimmte Stimmungen werden mehrere durchlässige Folien eingehängt.


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Iby-Jolande Varga

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